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Gut Adolphshof - Landwirtschaft · Sozialtherapie · Bildung

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Die Landbau-Forschungsgesellschaft

 1982 gründeten Freunde des Adolphshofes mit Unterstützung der GLS-Bank Bochum einen Verein, der es sich zum Ziel gesetzt hatte, gemeinsam mit vielen Menschen aus dem Umfeld an der Entwicklung des Hofes mitzuwirken. Die Grundidee war, den Hof aus dem Familienbesitz in die Gemeinnützigkeit zu überführen, um seine Zukunft als biologisch-dynamisch bewirtschafteter Betrieb zu sichern und ihn als Ort für Bildungsarbeit und soziale Initiativen zu entwickeln.

 Schnell bildete sich eine Landwirtschaftsgemeinschaft, die sowohl finanziell als auch mit vielen praktischen Einsätzen auf dem Hof engagiert diese Ziele unterstützte. Mit der Werk-Statt-Schule Hannover wurde ein Kooperationsvertrag geschlossen, die im Rahmen ihres Schulkonzeptes die ersten Räume für Bildungsarbeit in der Scheune am Hofeingang ausbauten.

 Die Übertragung des Hofes war aus rechtlichen Gründen nicht sofort möglich. Aber der Verein entfaltete viele Aktivitäten: Er wurde Einsatzstelle für Freiwilligendienste, baute den Bildungsbereich als offiziell anerkannten außerschulischen Lernort aus, erweiterte die Obstbaumbestände und Heckenanlage mit Hilfe von Naturschutzgruppen und öffentlichen Mitteln, unterstützte den Hof beim Neubau der Pflanzenkläranlage, startete Initiativen für die regionale Vermarktung von Bio-Erzeugnissen.

 1995 waren endlich auch die rechtlichen Voraussetzungen gegeben, den Adolphshof in die Trägerschaft des Vereins zu übernehmen. Die Landwirtschaft mit Flächen und Gebäuden wurden an eine Betriebsgemeinschaft verpachtet.

 1996 konnte als weiteres Satzungsziel verwirklicht werden, einer sozialen Initiative Raum auf dem Adolphshof zu geben. Durch Elterninitiative gründete sich die Sozialtherapie als Lebens- und Arbeitsgemeinschaft für geistig behinderte Erwachsene. Von der Landbauforschungsgesellschaft pachtete sie ein Grundstück im Herzen des Hofes, baute alte Gebäude zum ersten Wohnhaus und zu einer Werkstatt um. Heute umfasst die Gut Adolphshof Sozialtherapie vier Wohnhäuser und Werkstätten, die insgesamt 50 betreuten Mitarbeitern Platz bieten.

 Für die Zukunft des Adolphshofes waren auch rechtliche Hürden zu nehmen. Mit einem Bebauungsplan als Auflage der Stadt Lehrte wurden klare und sichere Grundlagen für Planungen und Investitionen gelegt. Der Bau neuer Wohnhäuser für Mitarbeiter gehört ebenso dazu wie die Errichtung neuer Werkstätten oder eine eventuelle Umnutzung der denkmalgeschützten Gebäude in der Hofanlage.